Schulwegsicherheit Grundschulen Sandweg, Einrichtung Schulstraße
Herr Stolte (Erster Beigeordneter) berichtet, dass mittlerweile die Akteure der Verwaltung zusammengeholt wurden (Ordnungsamt, Bauamt); nun wird auf die beiden Schulleitungen zugegangen, um Grundlagen zu besprechen. Start des Versuchs ist nach den Herbstferien geplant. ZLR hatte schriftlich auf Modellprojekt des Landes NRW hingewiesen, das mit 100 TEUR gefördert wird. Stadt hat dies bewertet, Zeit für Antragstellung und Kapazitäten reichen nicht aus. FDP und ZLR kritisieren die späte Umsetzung der Schulstraße. AfD will „Low Budget-Lösung“, ZLR die bestmögliche Lösung für die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern.
Fortschreibung Schulentwicklungsplanung
Das externe Beratungsbüro biregio stellt die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung vor. biregio geht mittelfristig von einem Bevölkerungswachstum auf über 30.000 Einwohner in Rösrath aus, da die Stadt im Ballungsraum Köln liegt. Bei einem fast unverändert erwarteten Wohnungsbau ist weiterhin mit einem Wachstum der Wohnbevölkerung zu rechnen. Aber: In allen Ortsteilen werden spürbar weniger Kinder geboren, die Zuzüge fangen dies aktuell noch nicht auf. Kinderzahlen im regionalen Vergleich deutlicher zurückgegangen, trotz spürbarem Bevölkerungszuwachs in den letzten Jahren durch Neubau.
GGS Hoffnungsthal: Nur noch drei Eingangsklassen geplant
Grundschulen: Verlauf ist fast identisch mit dem der letzten Planung aus 2024, wird aber um ein niedriges zweistelliges Niveau geringer ausgefallen (absolute Schülerzahlen). Geburtenknick ist ausgeprägter als bei letzter Schulentwicklungsplanung dargestellt. In den nächsten sechs Jahren werden im Mittel ca. 275 Einschulungen erwartet (aktuell ca. 300). Hoffnungsthal wird etwas schwächer erwartet, es werden nur noch drei Züge benötigt. Aber Lösungen für die Raumdefizite in den Grundschulen sind nach wie vor erforderlich.
Empfehlung biregio: Geburtenzahlen im Auge behalten, es kann wegen des 5jährigen Vorlaufs gut an den Grundschulen gesteuert werden.
Jaeckel (ZLR) weist auf „dramatisches Raumdefizit“ der GGS Hoffnungsthal hin, was in der Schulentwicklungsplanung 2024 festgestellt wurde. biregio erwidert hierzu, dass sich dieses in den aktualisierten Raumplanungen leicht entspannen werde, es gebe aber weiterhin hohen Raumbedarf an allen Grundschulen. Heider (CDU) merkt an, dass Planungen 30-40 Jahre halten sollen; man müsse nun für die GGS Hoffnungsthal zügig in die Machbarkeitsstudie gehen. Man solle aber bereits durchgeführte Raumplanungen der anderen Schulen nun nicht über den Haufen werden und „von vorne“ anfangen.
Frau Nebel (Schulleitung GGS Forsbach) weist auf Raummangel an ihrer Schule hin. Nebel widerspricht, dass Kinder in andere Ortsteile geschickt werden, zudem sei die Schule bereits jetzt schon dreizügig – anders als von biregio dargestellt. BM Steinbach weist auf Grundstücksgeschäfte in Forsbach hin, die sich positiv auf Raumangebot an der Grundschule und Kindergärten auswirken dürften.
Bericht aus dem Fachbereich 2
30 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen abgelehnt
Die Verwaltung berichtet, dass 30 Schülerinnen und Schüler, die an der Lohmarer Gesamtschule abgelehnt wurden, in Rösrath nicht mehr aufgenommen werden konnten; in Berg.Gladbach gibt es aber scheinbar noch freie Plätze.
Amokalarm an Gesamtschule: Massive Kritik des Gymnasiums an Stadt
Amokalarm der Gesamtschule wird nochmal vom BM angesprochen, Herr Adamczak (Verwaltung) berichtet. Zwei unterschiedliche Systeme zur Meldung eines Amokalarms an Gesamtschule und Gymnasium; es kann aber im öffentlichen Teil der Sitzung nicht in die Tiefe gegangen werden. Fehlalarm ließ sich nicht reproduzieren, Stellungnahme des Herstellers bisher nicht erfolgt. Mängelbeseitigung läuft laut Verwaltung aber auf Hochtouren, Plückebaum (Schulleitung Gymnasium) widerspricht. Plückebaum führt weiter aus, dass Amoksituation durch Gesamtschule professionell behandelt wurde. Er kritisiert aber deutlich, dass die Schulen angewiesen wurden, auf den Alarm unterschiedlich zu reagieren, obwohl zum Teil gleiche Räumlichkeiten genutzt werden; Polizeileitstelle hat Gymnasium wegen unterschiedlicher Meldesysteme andere Anweisungen gegeben als Gesamtschule. Hier gebe es Sicherheitslücken, die geschlossen werden müssten. Plückebaum habt nochmal deutlich hervor, dass die Ausarbeitung und Kommunikation mit dem Schulträger nicht funktioniert habe, die Stadt habe sich erst eine Woche nach dem Alarm beim Gymnasium gemeldet. In Richtung Stadt gewandt sagt Plückebaum: „Wir werden uns ein Krisensystem von Ihnen nicht auferlegen lassen“. Die Verwaltung versucht zu beschwichtigen, man habe jetzt erkannt, dass zwei Systeme problematisch sind.
Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler
Herr Jaeckel merkt an, dass die Daten und Zahlen, die im Stadtrat am 15.12. zugesagt wurden (vgl. Niederschrift vom 15.12.2025), nicht geliefert wurden, es wird Vertagungsantrag gestellt, dem einstimmig stattgegeben wird.
Schulbuchbeschaffung
Es wird sich für die Vorlage der Verwaltung bedankt, die sehr ausführlich ist. Abfragen bei den örtlichen Buchhandlungen haben stattgefunden, die gerne die Belieferungen vornehmen würden (vorbehaltlich Vergabeverfahren). Frau Jaeckel (ZLR) spricht die Notwendigkeit der Anpassung der Vergabesatzung der Stadt an; Herr Stolte (Erster Beigeordneter) entgegnet aber, dass dies einen gewissen Vorlauf erfordere. Es wird aber im Verlauf der Sitzung festgestellt, dass rechtlich mind. drei Bieter aufgefordert werden müssen. Variante 1 der Beschlussvorlage wird einstimmig beschlossen.
Spiel- und Landschaftspark Eulenbroich
ZLR: An Kindern und Jugendlichen sollte nicht zuerst gespart werden
BM Steinbach spricht die Veranstaltung am 06.05. zur Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung des Parks an. Heider (CDU) weist auf ältere Beschlussvorlagen zum Skaterpark und Spielplatz hin, die durch die Fraktionen eingebracht wurden; der Park sei demnach keine Idee der Verwaltung. Zusätzlich habe es auch eine Initiative der Bürgerstiftung gegeben. Man freue sich, dass nun „endlich die Beschlüsse der Politik umgesetzt werden“; auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sei schon vor Jahren gefordert gewesen. Vennedey (AfD) weist auf die Haushaltslage hin, ggf. solle man Flächen kleiner planen. Durdu (SPD) und Jaeckel (ZLR) widersprechen, man müsse nicht zuerst bei Kindern und Jugendlichen sparen, die laut Jaeckel „in dieser Stadt Jahrzehnte zu kurz gekommen sind“.
