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Jugendhilfeausschuss

Sitzung vom 21.01.2021

Wir führen die aus unserer Sicht relevanten Themen des Ausschusses auf:

TOP 5 – Aufteilung der Kindertageseinrichtungs- und Kindertagespflegeplätze zum Kindergartenjahr 2021/2022

Die Träger haben für die Kinder im Alter von 3 Jahren bis zur Einschulung 841 Plätze (Vorjahr 856 Plätze) angemeldet. Dies ergibt bei 935 Kindern im Alter von 3 bis zur Einschulung (gemäß der aktuellen Einwohnermeldedaten) eine Versorgungsquote von 90,0% (Vorjahr 98,4 %). Für die 742 Kinder unter 3 Jahren wurde im Jugendhilfeausschuss die Ausbaustufe für mindestens 35% der 0-3-jährigen Kinder beschlossen. Es wurden von den Trägern 193 Plätze in Einrichtungen und für die Tagespflegepersonen 125 Plätze in Tagespflege angemeldet. Das entspricht einem Angebot von insgesamt 42,8% (Vorjahr 47 %).

Forsbach massiv unterversorgt

Der erste Beigeordnete der Stadt, Herr Kowalewski, machte deutlich, dass in Forsbach nur für 58,6 Prozent der Kinder über drei Jahre ein Platz zur Verfügung stehe. Demnach seien 94 Kinder unversorgt. Im Gegensatz zum Vorjahr habe sich in der Altersgruppe Ü3 die Lücke fast verdoppelt, was laut Auskunft der Stadt mit einem starken Zuzug von jungen Familien zu tun haben dürfte. Durch ein Ausweichen auf Rösrath und Hoffnungsthal sei jedoch diese Lücke weitestgehend auszugleichen (s.o., Gesamtversorgung 90%).

Langfristige Planungen sind gefragt

Frau Marx rief als Vertreterin des Wohlfahrtsverbands DPWV dazu auf, wegen des unkalkulierbaren Zuzugs in Rösrath eine längerfristige Strategie bei den Planungen zu verfolgen.

Fr. Dick (ZLR) regte zur kurzfristigen Schaffung von Betreuungsplätzen die Gründung von Waldkindergärten an. Als geeigneten Ort für einen Waldkindergarten schlug sie den Bolzplatz auf der Heidchenwiese in Forsbach an. Eine Waldgruppe mit Bauwagen könne bei Bedarf auch wieder außer Betrieb genommen werden, so dass nicht in die Bebauung eingegriffen werden müsse. Laut Herrn Kowalewski werde von der Stadt geprüft, nach der Sanierung des Schulzentrums Freiherr-vom-Stein auf dem Schulgelände eine neue Kita anzusiedeln. 

TOP 6 – Antrag CDU / Grüne, Mitfinanzierung der Mädchenberatungsstelle Bergisch Gladbach

Es wurde beantragt, dass die Mädchenberatungsstelle Berg. Gladbach durch Rösrath mitfinanziert wird. Die Verwaltung wies darauf hin, dass eine Beratung vor Ort in Rösrath sinnvoller sei und es nicht um Einsparungsmöglichkeiten gehe. In der Sitzung war unklar, ob bei Mitfinanzierung durch Rösrath eine Beratung tatsächlich auch vor Ort in der Stadt Rösrath stattfinden könne. Alternativ müssten die betroffenen Mädchen eine Beratung in Berg.Gladbach in Anspruch nehmen, was einen unangemessenen Aufwand darstellen könnte.

Angebot für Rösrath soll geschaffen werden

Von der Verwaltung wurde zugesagt, bis zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses dies zu klären. Es sollen drei mögliche Anbieter für ein Angebot angesprochen und bei der nächsten Sitzung vorgestellt werden. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion wurde über den Antrag nicht entschieden.

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Unterlagen zur Sitzung des Ausschusses