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Schulbauausschuss Sitzungen

Sitzung vom 11. Mai 2022

Erweiterung der GGS Hoffnungsthal

Fachsbereichsleiter Thomas Reiter berichtete vom Stand der Aussschreibung. Diese sei erfolgreich submittiert worden, auch die formale Prüfung sei bereits gelaufen.

Die eingegangenen Angebote entsprächen der bisherigen Kostenschätzung, so dass – vorbehaltlich der technischen Prüfung – mit einem Zuschlag Ende Mai oder Anfang Juni zu rechnen sei. Der Beginn der Arbeiten ist somit weiterhin für Mitte Juni geplant.

Einzig für die Dämmarbeiten sei kein Angebot eingegangen. Deshalb ist hier eine Ausschreibung im freihändigen Verfahren in der Kalenderwoche 21 geplant.

Ab dem 18. Mai würden bereits Container für die vorübergehende Auslagerung der Bibliothek aufgestellt.

Beschleunigte Fertigstellung des Schulzentrums Freiherr-vom-Stein

Um die zugesagten Fördermittel zu erhalten, ist es zwingend notwendig, den zweiten Bauabschnitt des Schulzentrums zum Jahresende 2022 weitgehend abzuschließen. Aus verschiedenen Gründen hinkt der Baufortschritt nach wie vor der Planung stark hinterher. Die Gründe dafür liegen teilweise in der bisherigen Planung und Ausführung begründet, entziehen sich aber auch teilweise dem Einfluss der Stadt (z.B. überhitzter Markt für Bau- und Handwerkerleistungen, Flutkatastrophe).

Verwaltung muss Bau deutlich beschleunigen

Die Verwaltung legte dem Ausschuss ein Organigramm für die beschleunigte Bauabwicklung vor. Mit Hilfe pragmatischer Abläufe soll der zeitgerechte Abschluss nun sichergestellt werden.

Die technischen Berater Frank Arndt und Stefan Lippert stellten dem Ausschuss und den teilnehmenden Gästen der Schulen beispielhaft vor, wie dieses Ziel erreicht werden solle. Man bewege sich im klassischen Projektmanagment-Dreieck von Termin, Kosten und Qualität: Wenn man die Einhaltung des Termins priorisiere, geht dies zwangsläufig auf Kosten der beiden anderen Faktoren.

Qualität der Baumaßnahmen kann leiden

Die darauf folgende Diskussion drehte sich deshalb intensiv um die Auswirkungen auf Kosten und vor allem die Qualität der Ausführung. Am Beispiel des Einbaus der Fenster verdeutlichten die Ingenieure, dass man hier leichte Versprünge akzeptieren müsse, die in der Regel aber nicht optisch auffällig wären und auf grundsätzliche Funktion der Fenster keine Auswirkungen hätte.

Um trotz effizienter Abläufe hier keine falschen schnellen Entscheidungen zu treffen, werden diese im Einzelfall mit einem Gutachter besprochen und freigegeben.

Ungeachtet dieser Vorgehensweise verbleiben dennoch einige Projektrisiken, die die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans gefährden könnten: Diese liegen in den Lieferzeiten der Materialien, Kapazitäten der beteiligen Firmen, unvorhergesehene Preiserhöungen und Insolvenzen.

Die Beschlussvorlage der Verwaltung wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen.

Auftrag zur Erstellung einer Raumplanung am Schulzentrum Freiherr-vom-Stein

Dieser ursprünglich für den nichtöffentlichen Teil der Sitzung geplante Tagesordnungspunkt wurde teilweise unter Anwesenheit der Öffentlichkeit – insbesondere der Schulleitungen und Schulpflegschaften – durchgeführt.

Für die Ausschreibung zur Begleitung des Schulzentrums haben sich die Unternehmen Educia und beWirken gemeinsam beworben. Deren Vertreter stellten im Ausschuss ihren Konzeptansatz und die geplante Vorgehensweise vor.

Ziel des Beratungsprojekts ist nicht eine konkrete Raumplanung, sondern die qualitativen Anforderungen zu definieren, die für ein zeitgemäßes Lernsetting in unterschiedlichen Gruppen – Klassenverbund oder kleinere Gruppen – sinnvoll seien. Anders als bei Neuplanungen muss dies auch den Rahmen existierender baulicher Gegebenheiten berücksichtigen. Zusätzlich werden die vorgesehenen räumlichen Erweiterungen in diese Planung einbezogen.

Zur Erreichung des Projektergebnisses sind verschiedene Analysen, Workshops und Umfragen geplant. Der zeitnahe Abschluss ist auch abhängig davon, inwiefern die Schulen es gelingt, Termine für die dafür notwendigen Beteiligten freizuhalten. Dann sei ein Abschluss des Prozesses bis zu den Herbstferien diesen Jahres möglich.

Konzept findet großen Zuspruch

In der folgenden Diskussion wurden seitens der Schulleitungen und Pflegschaften auch Fragen zu quantitativen Anforderungen – sprich: minimale Raumgrößen – gestellt. Für die zwei Berater spielten diese eine eher sekundäre Rolle: Wichtiger sei es, die Eignung für verschiedene Lernsettings zu berücksichtigen als dafür reine Raumgrößen als Maßstab zu nehmen.

Alles in allem wurde der Konzeptvorschlag von den Gästen und dem Ausschuss sehr positiv aufgenommen. Insbesondere die Beteiligung der unterschiedlichen Gruppen, einschließlich von Schüler*innen stieß auf große Zustimmung.

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Unterlagen zur Sitzung des Ausschusses

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