Am Montag, den 07. und Dienstag, den 08. September haben wir in den Zentren von Rösrath, Forsbach und Hoffnungsthal eine Stunde lang den Verkehr gezählt. Die Ergebnisse bestätigen leider: Rösrath ist eine PKW-orientierte Pendlerstadt. Selbst in Zeiten von Homeoffice gibt es kaum eine ruhige Sekunde für die Anwohner der Hauptstraßen.
Die Ergebnisse der Zählung
Knapp 3.000 motorisierte Verkehrsteilnehmer in nur einer Stunde in den Zentren unserer Stadt haben wir gezählt (Mehrfachzählungen sind natürlich möglich, wenn Verkehrsteilnehmer durch mehrere Stadtteile fahren). Die Zahl der Linienbusse und Fahrräder fällt im Vergleich zu den PKW ernüchternd niedrig aus.
Natürlich sind diese Ergebnisse lediglich als Stichprobe aufzufassen: Je nach Wochentag, Standort und Uhrzeit wird dies gewiss variieren.
Fakt ist aber: Die Belastung unserer Stadt durch motorisierten Verkehr ist zu hoch. Alternativen müssen konsequent gefördert und Anreize geschaffen werden, auf den PKW zu verzichten.



Was uns darüber hinaus noch auffiel
- Interessantes Verhältnis: Auf 42 PKW kommt im Schnitt ein einzelner Radfahrer.
- Die Abgasemissionen anfahrender LKW haben wir teilweise als extrem empfunden.
- In Hoffnungsthal fuhren die wenigen (ausschließlich erwachsenen) Radfahrer fast alle auf dem Gehweg. Die Hauptstraße scheint offenbar ein absolutes NoGo selbst für erwachsene Radfahrer zu sein.
- Gleiches war bei Schüler:innen in Rösrath zu beobachten.
Anmerkung zur Methodik der Zählung
Wir sind uns bewusst, dass unsere Zählung keinen wissenschaftlichen, methodisch korrekten Anspruch hat. Das „große Bild“ der hiesigen Verkehrssituation sollte daraus aber hervorgehen – und zwar in dem Sinne, dass hier echter Handlungsbedarf besteht. Wir würden daher die Beauftragung einer echten Verkehrszählung einschließlich der Messung von Lärm- und Feinstaubemissionen sehr begrüßen.
Bonusinhalt zum Nachhören: Der Sound von…
Rösrath
Forsbach
Hoffnungsthal
Unsere Ziele für eine neue Verkehrspolitik in Rösrath
- Tempo 30 in den Zentren: Entschleunigt ist entspannter
- Durchgangsverkehr reduzieren: Leichtigkeit statt Schwerverkehr
- Sichere Wege für alle: Gleichberechtigung